News · Mikołaj Skubina · 26.01.2026

Schmierstofftabelle: die häufigsten Kennzeichnungen und worauf man achten sollte
Nachfolgend finden Sie eine praktische „Schmierstofftabelle" aus Werkstattsicht – wie man typische, bei NORD vorkommende Kennzeichnungen liest
und was sich daraus in der Praxis ergibt.
| Was Sie auf dem Typenschild / in der Betriebsanleitung sehen | Was das in der Praxis bedeutet | Typische Viskosität (ISO VG) | Wichtigste Risiken / Servicehinweise |
|---|---|---|---|
| CLP 220 | EP-Getriebeöl auf mineralischer Basis (DIN 51517-3) | 220 | Am häufigsten verwendet. Hohe Temperatur verkürzt die Öllebensdauer; Oxidation und Ablagerungen kontrollieren. |
| CLP HC 220 | „Synthetisches" EP-Getriebeöl (häufig PAO/HC) | 220 | In der Regel bessere Temperaturstabilität und längere Laufzeiten, aber halten Sie sich weiterhin an den Typ aus der Dokumentation. |
| CLP PG 220 | EP-Getriebeöl auf PAG-/Polyglykolbasis | 220 | Nicht mit Mineralölen/PAO/Estern mischen; bei einem Wechsel ist die Reinigung des Systems und die Prüfung der Werkstoffverträglichkeit (Dichtungen/Lacke) erforderlich. |
| Lagerfett (laut Tabellen) | Fett für Lager/Dichtungen in ausgewählten Ausführungen | — | Eine Änderung des Fetttyps oder des Umgebungstemperaturbereichs kann mit den Betriebsbedingungen zusammenhängen – halten Sie sich bei Abweichungen an die Herstellerempfehlungen. |
Warum ist „PG" kritisch?
PAG-Öle (Polyglykol) sind in der Praxis nicht mischbar mit vielen anderen Basen.
Achtung! Ein Nachfüllen „nach Gefühl" kann mit Schaumbildung, verschlechterter Schmierung und beschleunigtem Verschleiß enden. Leider kennen wir solche Fälle. Es ist immer besser, uns für professionelle Hilfe zu kontaktieren.
Wenn Sie gelegentlich bei Google „NORD Getriebemotor welches Öl" eingeben, beginnen Sie mit der einfachsten Regel:
Das Öl wird anhand der Angabe auf dem Typenschild (z. B. CLP PG 220) sowie der NORD Dokumentation (Handbuch / Betriebsanleitung) ausgewählt.
Entscheidend sind: Öltyp (Basis), Viskosität ISO VG sowie Betriebstemperatur, denn diese „frisst" am schnellsten die Schmierreserve des Getriebes.
NORD Getriebemotor – wo prüft man, welches Öl erforderlich ist?
Bei NORD Getriebemotoren/Getrieben wird die Schmierinformation an zwei Stellen angegeben:
1) Typenschild – dort finden Sie häufig eine Angabe wie CLP PG 220 (also Ölklasse + Viskosität ISO VG).
2) Herstellerdokumentation – im Handbuch befinden sich Auswahl- und Austauschtabellen; die Serviceintervalle ergeben sich aus der Betriebsanleitung/den Betriebsbedingungen.
Schnelle Checkliste vor dem Nachfüllen/Wechseln:
- prüfen Sie den genauen Öltyp (z. B. CLP / CLP HC / CLP PG),
- bestätigen Sie die Viskosität ISO VG (z. B. 150 / 220 / 320),
- bewerten Sie die Betriebstemperatur (ob sie typische Bereiche nicht überschreitet),
- im Zweifel: Identifizieren Sie den Antrieb anhand der Typenschilddaten und der Auswahl in der Dokumentation (hier sparen Sie real Zeit und vermeiden das Risiko eines Fehlers).
Ölwechselintervalle: wie man sie festlegt (und was sie verkürzt)
Die Ölintervalle beschreibt die Betriebsanleitung, und „schwere Bedingungen" verkürzen die Servicezeiträume.
Zu den Faktoren, die das Intervall verkürzen, gehören unter anderem: Betriebstemperatur > 80°C, hohe Luftfeuchtigkeit, aggressive Umgebung und häufige Temperaturschwankungen.
Praktisches Schema zur Festlegung des Intervalls:
1. Sie starten mit der Betriebsanleitung / den Empfehlungen für den Öltyp,
2. korrigieren um Temperatur und Bedingungen (Staub, Feuchtigkeit, Chemie, Arbeitszyklen),
3. liegt die Temperatur „an der Grenze", ist eine Überwachung sinnvoll (z. B. Messung der Gehäuse-/Öltemperatur und der Trends).
Einfluss der Betriebstemperatur auf die Getriebelebensdauer: ein einfacher Zusammenhang
Bei der Getriebeschmierung gilt die brutale Regel der Chemie: Ein Temperaturanstieg beschleunigt die Oxidation des Öls, und das bedeutet einen schnelleren Verlust der Viskosität, der EP-Additive und einen Anstieg der Abbauprodukte (Schlamm/Lack).
Aus praktischer Sicht wird häufig angenommen, dass jede +10°C (oberhalb von ca. 60°C) die Lebensdauer des Schmierstoffs halbieren kann.
Was bedeutet das in der Realität?
Wenn ein Getriebe stabil z. B. bei 60–70°C arbeitet und nach einer Prozessänderung 80–90°C hält, dann altert nicht nur das Öl schneller – es steigt auch das Risiko beschleunigten Verschleißes von Lagern/Dichtungen und einer Verschlechterung des Zahneingriffs.
Typische Ursachen zu hoher Temperatur, die im Service geprüft werden sollten:
- zu niedriger Ölstand / Leckagen,
- schlechte Entlüftung (Überdruck und „Pumpen" des Öls),
- Überlastung oder zu hohes Drehmoment im Verhältnis zur Auslegung,
- Ölverunreinigungen (Wasser, Staub, Abbauprodukte),
- Montagefehler (Fluchtung, Riemenspannung, Lagerung in der Anwendung).
Wie man das Öl im NORD Getriebemotor sicher wechselt (ohne kostspielige Fehler)
Der Ölwechsel an sich ist einfach, aber der „Teufel" steckt im Detail:
Auswahl: Halten Sie sich an den Typ vom Typenschild/aus der Betriebsanleitung (z. B. CLP PG 220) und wählen Sie den Ersatz aus den Tabellen (B1000).
Temperatur: Lassen Sie das Öl so „warm" ab, dass es dünnflüssiger ist (mehr Verunreinigungen laufen ab), aber denken Sie an das Verbrennungsrisiko.
Mischbarkeit: Bei PAG-/PG-Ölen gibt es kein „probeweises Nachfüllen". Wenn Sie den Typ wechseln müssen, sollte das System gereinigt und die Werkstoffverträglichkeit bestätigt werden.
Abweichungen: Bei Änderungen des Schmierstofftyps/Temperaturbereichs (insbesondere in kritischen Bereichen) halten Sie sich an die Herstellerempfehlungen.
Instandhaltung ist nicht nur Öl: Leckagen, Dichtungen und NORD Ersatzteile
Im Getriebeservice gewinnt meist die Routine: Eine Leckage beginnt mit einer Kleinigkeit und endet mit sinkendem Ölstand und steigender Temperatur.
Deshalb kontrollieren Sie neben dem Öl selbst:
a) Dichtheit (Wellendichtringe/Wellenabdichtungen), Entlüftung, Zustand der Verschlussschrauben/Serviceelemente
b) Anzeichen ungewöhnlichen Betriebs (Laufgeräusche, Schwingungen, Erwärmung).
Wenn es zu einem Ausfall kommt, sind schnelle Identifizierung und Logistik entscheidend. SPEC SERWIS unterstützt die Ölauswahl und erleichtert den Kontakt mit NORD, und dank der Erfahrung mit Antrieben lässt sich die Stillstandszeit leichter verkürzen, wenn NORD Ersatzteile im Spiel sind.
Wie SPEC SERWIS bei der Ölauswahl und im Wartungsplan hilft
Wenn Sie es „einmal und richtig" machen möchten (und typische Fehler vermeiden: falscher Öltyp, falsche Viskosität, Mischen von Basen),
kann SPEC SERWIS Sie in der Praxis unterstützen:
- Hilfe beim Auslesen der Typenschilddaten und beim Abgleich des Schmierstoffs gemäß Dokumentation,
- Unterstützung bei ungewöhnlichen Betriebsbedingungen sowie Organisation von Servicemaßnahmen
- Überprüfung, Ölwechsel, Zustandsbewertung.
Mehr erfahren
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FAQ – Öl und Instandhaltung von NORD Getriebemotoren
Nachfolgend die häufigsten Fragen zum Thema Schmierung und Wartung von Getrieben.
Wenn Ihre Betriebsbedingungen ungewöhnlich sind (Temperatur, Reinigung, Chemie), halten Sie sich an die Dokumentation und ziehen Sie eine Beratung vor einem Schmierstoffwechsel in Betracht.
Kann ich ein „ähnliches" Öl nachfüllen, wenn ich nicht genau dasselbe habe?
Am sichersten ist es, nein. Es müssen Typ (Basis) und Viskosität ISO VG übereinstimmen.
Besonders riskant ist das Mischen von PG-/PAG-Ölen mit anderen Basen.
Was bedeutet die Angabe CLP PG 220 auf dem Typenschild?
Sie bedeutet, dass das Getriebe für ein EP-Getriebeöl vom Typ PG (PAG/Polyglykol) mit der Viskosität ISO VG 220 vorgesehen ist.
Wie oft sollte das Öl im NORD Getriebemotor gewechselt werden?
Das Intervall ergibt sich aus der Betriebsanleitung und den Betriebsbedingungen, und bei „schweren" Bedingungen (z. B. >80°C) muss es verkürzt werden.
Hat die Temperatur wirklich einen so großen Einfluss auf Öl und Getriebe?
Ja. In der Praxis wird angenommen, dass +10°C die Öllebensdauer halbieren kann (beschleunigte Oxidation), was sich in einem höheren Risiko von Getriebeverschleiß niederschlägt.
Woran erkenne ich, dass das Öl „müde" ist?
Typische Signale sind: Anstieg der Betriebstemperatur, Dunkelwerden des Öls, Brandgeruch, Ablagerungen/Schlamm, Verschlechterung des Laufverhaltens. In kritischen Anwendungen entscheiden Kontrollen und Analysen.
Kann ich den Schmierstoff-/Öltyp auf einen „besseren" wechseln und die Intervalle verlängern?
Nur wenn Sie sich der Verträglichkeit und Übereinstimmung mit den Herstellerempfehlungen sicher sind. Bei Änderungen des Schmierstofftyps/Temperaturbereichs halten Sie sich an die Dokumentation.
Was tun bei einer Ölleckage?
Zuerst Ölstand und Prozess sichern (falls nötig: Stillstand), dann die Ursache identifizieren (Dichtung/Entlüftung/Verschlussschraube). Das ist ein Thema, bei dem schnelle Unterstützung und Zugang zu den richtigen Komponenten den Unterschied ausmachen.